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Wohnen meint mehr als nur vier Wände, Wohnhaus Schingsweg

Im großen geräumigen Foyer kann man sich nicht nur begegnen, sondern auch auf einer Großleinwand zum Beispiel Fußball schauen – oder sich nur für Os Wöschele gemeinsam mit dem großen Eröffnungsschlüssel, den Jan Priesmann präsentiert, fotografieren lassen

Wohnen meint vor allem: Geborgenheit, Eigenständigkeit und die Möglichkeit zum Rückzug. Dies ist nicht immer jedem alleine möglich. Aus diesem Grunde betreibt die Caritas Lebenswelten GmbH in Würselen zwei Wohnhäuser für jeweils 24 Menschen mit Handicap und betreut außerdem 80 Menschen in ihren eigenen Wohnungen. „Os Wöschele“ besuchte das Wohnhaus im Schingsweg, wo die Caritas Lebenswelten GmbH seit dem Jahr 2017 ihre jüngste Einrichtung unterhält. Bereits seit 2009 befindet sich ein Wohnhaus im Recker-Park. Außerdem gab es seit 1989 bis dato eine Wohneinrichtung auf Marienhöhe. Seit 30 Jahren ist die Caritas Lebenswelten GmbH somit als Träger auf diesem Gebiet in Würselen aktiv und bietet ihren zurzeit 128 Klienten Geborgenheit, Eigenständigkeit und die Möglichkeit zum Rückzug in ihren beiden Häusern bzw. im Rahmen des Ambulant Betreuten Wohnens. Die Leiterin des Wohnverbundes Nord-West, Diplompädagogin Juliane Ihlenfeld, schildert dabei die Philosophie der Häuser:
„Wohnen bedeutet, nicht nur ein Dach über dem Kopf zu haben, Versorgung und Verpflegung. Wohnen heißt vor allem, zu Hause sein. Wohnen ist ein Grundbedürfnis des Menschen und ist entscheidend für die persönliche Lebenszufriedenheit und Lebensqualität. Die Wohnung stellt für die meisten
Menschen den Lebensmittelpunkt dar. Von dort aus werden das private und alltägliche Leben gestaltet.“ Und genau das bietet das Haus seinen Bewohner im Schingsweg. Das große, helle und damit sehr freundliche, neue Gebäude lädt förmlich ein, dort zu wohnen, zu verweilen, aber auch zu feiern und sich zu begegnen. Dabei wurde darauf geachtet, die Wohnräume Richtung Süden auszurichten, damit die Bewohner licht- und sonnendurchflutete Wohnräume genießen können. Und so wollten die Bewohner dem neugierigen Besucher von „Os Wöschele“ gleich ihre Räume zeigen, die auf Individualität ausgelegt sind. Während Silvia Spiertz gerne puzzelt, mag Carmen Schulz eher Tiere und Wolfgang Deutschmann liebt seine Vinylplattensammlung. So wie jeder seine individuellen Vorlieben hat, kann er diese in den schönen Räumen auch ausleben. Das große eintausend Teile umfassende Puzzle liegt bei Silvia Spiertz auf dem Tisch, Carmen Schulz hat ihre Tierbilder und -figuren dekoriert und Wolfgang Deutschmann hält seine Hunderten Schallplatten in unterschiedlichsten Weisen vor – ob in Koffern, in Regalen oder sogar gerahmt an der Wand. Im Schingsweg ist es „heimelig“. Hier kann jeder in seinen eigenen vier Wänden das machen, was er möchte. Aber auch fürs Gemeinsame ist Platz da. Große Aufenthaltsräume und Küchen sorgen dafür, dass sich die Bewohner dort begegnen können. Darüber hinaus kann man aber auch nur einfach „abhängen“, sich wohlfühlen, gemeinsam fernsehen oder Gesellschaftsspiele spielen. Das große Foyer kann aber auch umgenutzt werden, beispielsweise um gemeinsam auf einer Großleinwand Fußballspiele zu schauen und mitzufiebern. Andere Räume können multifunktional genutzt werden: Werkkurse werden hier ebenso mit großer Freude durchgeführt wie hauseigene Discoveranstaltungen.„Dabei schaffen unsere Mitarbeiter eine
sichere, angenehme und vertrauensvolle Umgebung“, berichtet Juliane Ihlenfeld beim Rundgang weiter, „sodass die Bewohner ihr Leben hier würdevoll, individuell und in Gemeinschaft leben können“. Dabei haben sich die Caritas Lebenswelten entschieden, das pädagogische Konzept von Willem Kleine Schaars umzusetzen: „Wir möchten Menschen mit Respekt begegnen“, nach dem Leitsatz: „Jeder Mensch hat die Regie über seine Möglichkeiten“. Dass die Menschen sich im Schingsweg wohlfühlen, merkt man gleich, wenn man das Haus betritt und ihnen begegnet. Ebenso wie sich das Haus offen zeigt, freuen sich die Bewohner, „ihr“ Haus präsentieren zu können – hier muss man sich einfach wohlfühlen.

Silvia Spiertz puzzelt sehr gerne und kann diesem Hobby ausgiebig und gut in ihrem hellen und geräumigen Wohnbereich nachgehen.
Wolfgang Deutschmanns Sammelleidenschaft: Er liebt alte Vinyl schall platten und kann Hunderte präsentieren. Ob in Koffern oder im Bilderrahmen an der Wand.

Stadtmagazin "Os Woeschele" S. 18-19

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